Ist es nicht schön?! Ich hoffe, man sieht das auch auf meinen mittelmäßigen Fotos – der Stoff ist wunderbar und der Schnitt passt sehr gut dazu, und auch, wenn es noch einige offene Fragen gibt, freue ich mich schon total darauf, das Kleid zu tragen!
Ich finde, dass der Samt sich sehr angenehm verarbeiten lässt, einige Überraschungen gab es allerdings schon. Der Schnitt für das Oberteil ist ja erprobt, aus dem Samt genäht ist er aber erstaunlicherweise viel enger als beim Hochzeits– und beim Gänseblümchenkleid – und ich weiß eigentlich nicht, warum. Der Rücken war dadurch viel zu lang und warf jede Menge Falten, da musste ich also einiges anpassen. Jetzt ist es immer noch nicht perfekt, aber meinen Ansprüchen genügt es. Den Schnitt für das Rockteil habe ich einfach mal so ausprobiert, vorne und hinten aus dem gleichen Schnitteil, schräg zum Fadenlauf zugeschnitten, und finde, das hat ganz gut geklappt. Dass man nun vergleichsweise viel vom Po sieht, hat wohl mit dem engeren Oberteil zu tun und ist zwar ungeplant, aber nicht weiter schlimm und geht für späte 1920er auch in Ordnung.
Woran ich nun hängen geblieben bin, ist die Versäuberung von Hals- und Ärmelausschnitten. Ich wollte das unsichtbar mit Schrägband machen, aber nicht nur, dass man die kleinen Stiche von außen sieht, vor allem dehnt sich das Band nicht genug, so dass es Gekrumpel gibt:
Vielleicht muss ich nochmal selber Schrägband aus Seide oder etwas anderem Dehnbarerem machen, so funktioniert das irgendwie nicht.
Offen ist außerdem noch die Frage nach den Pailletten. Mit dem geplanten Band um die Taille sieht es komischerweise total nach Brunhilde aus:
Eine andere Variante wäre ein Längsstreifen in irgendeiner Form:
… oder ganz was anderes, wahrscheinlich werd ich am Ende doch die Pailletten einzeln von Hand annähen …
Ich bin jedenfalls frohen Mutes bei der Sache und jetzt freu ich mich auf so viele weitere Weihnachtskleider-to-be hier!