NWSA – Finale: Wintermantel!

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Es ist kalt geworden, buchstäblich im allerpassendsten Moment, denn mein Wintermantel war fertig, und der passende Hut dazu wurde es am letzten Sonntagmorgen – gerade recht auch zur Fotosession auf dem Nähbloggertreffen. Das war übrigens ein wirklich schönes Wochenende, nochmals herzlichen Dank an die Organisatorinnen, die Damen Küstensocke und Fesche Lola!

Ja, dies ist also der fertige Mantel:

Ich bin ingesamt sehr zufrieden! Ein bisschen länger hätte er noch sein können, ein bisschen Michelinmännchenmäßig fühle ich mich damit, aber er ist richtig warm und die Farbe ist genau das Richtige für den Winter, finde ich.

Und dann habe ich die letzte Woche des Sew Alongs noch genutzt, um aus dem Reststoff einen passenden Hut zu nähen:

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Der Schnitt ist von Elsewhen, hier zuerst gezeigt, allerdings mit abgewandelter Krempe. Ich habe ihn nicht mit Watteline, sondern mit Thermovlies (Meida) gefüttert, das ist nicht ganz so dick. Trotzdem war es mir leider nicht möglich, die Nähte richtig glatt zu bügeln, manchmal passte nicht alles unter den Nähmaschinenfuß und insgesamt war es etwas mühsam – man sollte nicht unbedingt allzu genau hinsehen. Ich habe auch doch nochmal die Garnitur aus dem Samt vom Mantel abgenommen und ein gekauftes Samtband angenäht, das nun leider nicht ganz dieselbe Farbe hat, dafür aber weniger wulstig aussieht. Der Hut ist nun also nicht ganz so, wie ich ihn mir erträumt hatte, aber trotzdem freue ich mich sehr, dass ich ihn noch genäht habe! Er trägt sich prima und geht, wichtig, beim Fahrradfahren in die Tasche zu knüllen.

Bleibt, mich noch einmal bei Frau Küstensocke für die Einladung zum Sew Along und bei allen freundlichen Kommentargeberinnen (im Blog und beim Nähtreffen) zu bedanken! Das hat mir sehr geholfen!

Nun bin ich also hoffentlich für ein paar Jahre vom Mantelnähen befreit und freue mich auf ein paar kleinere Projekte – ein Weihnachtskleid und ein Unterkleid will ich nähen, meine rote Strickjacke füttern und ein Regencape retten, dazu ein andermal mehr.

Und hier kann man alle anderen November-Kleider angucken.

NWSA – Yippieyayey!

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Er ist fertig, der Mantel! Und wunderschön geworden, zumindet in meinen verliebten Augen.

Falls jemanden das troubleshooting interessiert: Ich habe ein bisschen mit dem Bügeleisen zwischen den einzelnen Lagen herumgefuhrwerkt (und dabei einige unerwünschte Falten reingebügelt). Bei sehr genauem Hinsehen erscheint der Stoff jetzt etwas scheckig, ist aber völlig okay so. Dasselbe gilt für die Ärmel – nicht das eleganteste Designdetail, aber in Ordnung. Und die Knopflöcher für drinnen habe ich zwar gebunden, aber Arbeit an der Rückseite gespart, indem ich sie nicht im Beleg versteckt (wozu ich selbigen nochmal hätte auftrennen müssen), sondern sichtbar vernäht habe. Geht ebenfalls in Ordnung.

Tja, und nun habe ich sogar noch Zeit für ein I-Tüpfelchen. Das Ganze gibt es dann hoffentlich nächste Woche zu sehen, und die anderen Novembernäherinnen findet man hier.

Novemberwetter-Sew Along, Zwischenstand

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Eigentlich läuft es ganz gut.
Theoretisch fehlen mir nur noch zwei Knopflöcher, der Schalkragen und der untere Saum.

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Gestern Abend bin ich aber trotzdem ziemlich frustriert ins Bett gegangen.
Zum Einen gefallen mir die Ärmel wirklich WIRKLICH nicht. Es könnte allerdings sein, dass die schlanke Silhouette, die mir vorschwebt, mit Wollstoff, Watteline und Futter schlichtweg nicht möglich ist. Jedenfalls nicht, wenn ich den Arm auch noch bewegen möchte. Vielleicht versuche ich es doch nochmal mit Aufschlägen? Oder wird das Ganze dann noch ausladender? So ist es irgendwie so unelegant.
Dann hatte ich vergessen, dass ich wegen der seitlichen Knöpfung ja in der linken Vorderseite auch Knopflöcher brauche, damit die nicht verrutscht. Da ich das Futter schon (von Hand) angenäht habe, wäre es verlockend, die Knopflöcher nicht gebunden, sondern einfach maschinengenäht zu machen. Bloß wäre das natürlich nicht so schön.
Aber vielleicht muss ich das Futter sowieso nochmal raustrennen, denn drittens und echt ärgerlich: Man sieht deutlich, wo ich den Stoff schon gebügelt habe, also an den Nähten, da ist er ein bisschen flauschiger.

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Egal, dachte ich – bügel ich das Ganze einfach zum Schluss nochmal über. Gestern dämmerte mir, dass es damit nicht getan ist. Es wäre ohnehin nicht unproblematisch, denn die Watteline klebt zusammen und wird platt und hart, wenn man sie mit Dampf bügelt. Offensichtlich entsteht dieser Flausch aber sowieso nur dann, wenn man den Stoff von links bügelt – und, wie gesagt, da gibt es ja nicht nur das Futter, sondern auch die Watteline, die in den Nähten mitgefasst ist. Grrrr. Hatte ich anfangs daran gedacht, den Stoff einfach einmal komplett abzudämpfen? Ja, mehrfach. Hab ich es gemacht? Nein, natürlich nicht.

Wahrscheinlich wird, wie (fast) immer, am Ende alles gut, und es scheint, dass der Mantel sogar im Zeitplan fertig wird, was an sich grandios ist! Aber ein Stück steinigen Weges hab ich noch vor mir …

Hier geht es zu den anderen November-Näherinnen.

Novemberwetter-Sew Along, 3. Treffen

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Man sieht: Ich habe Ärmel eingenäht (und ziemlich mit dem Stoffberg gekämpft, der da zu bewegen war). Die gute Nachricht: Der Stoff ist wirklich unglaublich kooperativ – es gab keine Fältchen oder sonstige Kinken, und sogar ohne Bügeln sah es schon okay aus. Die schlechte Nachricht: Ich finde die Ärmel zu weit. Sie sehen gar nicht elegant aus, sondern eher klobig, andererseits muss ich ja irgendwie den Arm drin bewegen können. An zu breiten Schultern lag es nicht, das habe ich ausprobiert und führte nur dazu, dass wieder die Kugel zu flach wurde und es diese schräge Falte gab, mit der ich am Anfang so gekämpft hatte. Naja, und die Armlöcher sind ja nun mal so groß wie sie sind – ich könnte wohl die Ärmel nochmal zuschneiden, aber den ganzen Mantel dann doch nicht. Hmmm … mal sehen, ob mir da noch was einfällt.

Ansonsten verspricht das Ganze, sehr hübsch zu werden:

Auf dem linken Bild sieht man den ersten Versuch mit der Blende – sieht nicht schlecht aus, wenn sie so leicht nach außen weist, allerdings kommt da ja noch dieses Schalteil dran, und das hätte ich doch gerne etwas näher am Hals. Da mir außerdem glücklicherweise noch rechtzeitig klar wurde, dass ich auf keinen Fall Knopflöcher nähen möchte, wenn der ganze Mantelberg da mit dran hängt, habe ich die Blende nochmal abgetrennt, mache jetzt die Knopflöcher und nähe sie dann mit leichtem Bogen wieder an, so dass sie parallel zum Abnäher endet, wie rechts zu sehen.

Die Knöpfe sind die vom letztjährigen vermasselten Wintermantel, und sie passen (auch wenn das auf den Bildern nicht so aussieht), farblich und in der Größe perfekt!

Wie weit die anderen Novemberprojekte schon gediehen sind, seht Ihr hier.

Liebe Grüße!

Novemberwetter-Sew Along

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Wie gerufen kommt dieser Sew Along von Küstensocke! Den Start letzte Woche habe ich leider verpasst, da ich an meinem Projekt aber sowieso schon ein Weilchen dran bin, kann ich ganz gut noch einsteigen.

Ich brauche nämlich dringend einen neuen Wintermantel (Ja, sowas kann man in Hamburg auch schon mal im November gebrauchen!). Im letzten Jahr hatte ich mit Blut, Schweiß und Tränen einen genäht, an dem mir am Ende eigentlich gar nichts so richtig gefiel – und gefroren hab ich damit auch. Ich habe ihn mit Todesverachtung getragen, aber klar war, dass in diesem Jahr was anderes her muss. Die Latte liegt dabei durch meinen blauen Übergangsmantel recht hoch, den ich immer noch sehr toll finde, außerdem möchte ich es wirklich nicht noch einmal versemmeln – also alles ganz entspannt … Da kann ein Sew Along nur helfen!

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Schon vor Monaten habe ich mich für einen Schnitt entschieden, ein originaler aus den Zwanzigern (von Pattern Recall auf Etsy), der allerdings leider mehrere Größen zu groß für mich ist. In Ermangelung von seriösen Kenntnissen der Schnitterstellung habe ich den Schnitt mit dem vom Übergangsmantel gemorpht – das Endprodukt ist jetzt also weniger eine Umsetzung der Vorlage als von ihr inspiriert. Mühe hatte ich vor allem mit den Ärmeln, denn der Originalärmel war natürlich viel zu groß, und der einteilige Ärmel des blauen Mantels ist zwar schön, mit der weiten Öffnung aber nicht geeignet für Hamburger Kälte. So habe ich ziemlich viel Zeit auf die Konstruktion eines zweiteiligen Ärmels verwandt.

Beim letzten Nähsamstag im September habe ich ein Probeteil genäht, das von den kundigen Mitnäherinnen begutachtet wurde (1000 Dank nochmal dafür!), entsprechende Änderungen vorgenommen und dann das Ganze erstmal auf der Puppe hängen lassen. Und hängen lassen.
Nachdem ich mich letzte Woche endlich dazu durchgerungen hatte, den Probemantel nochmal anzuziehen, stellte ich leider fest, dass der Ärmel immer noch nicht in Ordnung war. Er verdrehte sich nach vorne, und trotz Recherchen und diversen Probeärmeln konnte ich das Problem nicht lösen. Als ich irgendwann, am Ende meines Lateins, seufzend am Fenster stand, sah ich Licht bei Andrea Marra, der Schneiderin im Haus gegenüber, die nicht nur sehr nett ist, sondern passenderweise auch einen Hang zu Vintage-Schnitten hat. Sie sah, natürlich, auf den ersten Blick, was los war (nämlich eine zu flache Schulterkugel), und das war sehr hilfreich. Nach zwei weiteren Probeärmeln bin ich immer noch nicht restlos glücklich mit der Form des Ärmels. Lust auf weiteres Rumprobieren hatte ich aber auch nicht mehr (ich habe insgesamt mindestens zehn Probärmel genäht), so hoffe ich, dass es nun einfach passen wird …

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Stoff kaufen war dann auch gar nicht so einfach.
Für einen beerenfarbenen Doubleface aus reiner Wolle hatte ich mich entschieden (von Gädtke in Hamburg) – man soll ja schließlich auch mal seine Komfortzone verlassen, also habe ich nicht den dunkelblauen genommen. Er ist wunderbar weich und toll zu verarbeiten, wird noch mit Watteline gefüttert und sollte dann wirklich warm genug sein. Für den Besatz wollte ich gerne Samt verwenden – der ist authentisch und schön und vor allem sollte der Schalkragen schön kuschelig werden. Samt kaufen ist aber gar nicht so einfach, die Nachfrage ist zu gering, und der Hersteller, der Mahler Stoffe in Hamburg bislang zuverlässig mit einer größeren Farbauswahl beliefert hat, hat offenbar das Geschäft eingestellt. Und dann ist so ein Rotton natürlich viel schwieriger zu kombinieren als ein Blau … Trotzdem schien der dunkelblaue Samt am Passendsten, aber am Rückenteil angesetzt gefiel mir das nicht besonders.

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Am Ende habe ich einen Walkstoff in einer etwas blasseren Beerenfarbe gekauft (leider war das bei dem Licht gestern irgendwie nicht schön zu fotografieren), das ist viel besser. Walk ist eigentlich nicht so mein Ding, aber mit Bügeleinlage verstärkt wurde er stabil genug, und optisch macht die Struktur das Ganze hübsch lebendig. Was ich nun mit dem Schalkragen mache, weiß ich noch nicht – vielleicht doch der blaue Samt. Oder Kunstpelz? Hmmm …

Und hier geht es zum Sew Along. Vielen Dank, Küstensocke, für die Organisation!