Summer Stitchalong – Pläne

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Voller Freude hörte ich im letzten Frickelcast die Ankündigung für den Summer Stitchalong, gehostet von Petersilie & Co! Hatte ich mich doch schon allseits beklagt, dass meine Handgelenke Stricken, Häkeln oder Klöppeln immer noch nicht wieder für eine gute Idee halten, so dass mir ein Urlaub ganz ohne Handarbeiten bevorstand. Mal wieder etwas Größeres von Hand zu nähen wäre zwar auch eine Option, lockt mich aber gerade nicht wirklich. So kam also die Idee wie gerufen, etwas zu sticken, das müsste gesundheitlich eigentlich gehen. Und es war auch recht schnell klar, was es werden soll.

Schon länger liegt hier eine ganz leichte Baumwolle, von Ruth geerbt und dunkelblau, die ein Nachthemd werden soll, und jetzt weiß ich auch, warum ich mich bisher irgendwie nicht um die Spitze zur Verzierung gekümmert habe, denn ganz offensichtlich soll es ein Nachthemd mit Stickerei werden. Das passt eigentlich zur Baumwolle sowieso viel besser.

Als Inspiration dient mir die obige Abbildung (aus 1920s Fashion Design von Pepin Press). Abgebildet ist hier ein Set aus Hemdhose, Nachthemd, Unterkleid und, nehme ich an, Unterhose. Ich mag den eckigen Ausschnitt und die Mischung zwischen geometrischer Umrandung und floralen Elementen. Die geraden Strecken könnten ganz gut eingezogene Bändchen sein (zumal man sie am Ausschnitt hinten auch von innen sieht), aber ich möchte ja sticken.

 

Mal wieder habe ich über mehrfarbige Stickerei nachgedacht und mal wieder werde ich doch einfarbig sticken – da bleib ich schön in meiner Komfortzone, ja, aber irgendwie finde ich es eleganter, und allzu bunt ist einfach nicht mein Ding. Bin allerdings noch unentschlossen, ob es Dunkel- oder Hellblau werden soll (und hab mich mal wieder über das schlechte Licht bei K**stadt geärgert, das bei mir schon zu mehr als einem Garn-Fehlkauf geführt hat, so auch diesmal). Ich werde ein bisschen zur Probe sticken und dann entscheiden.

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Was den Schnitt angeht, so ist das wohl ein schlichtes T (muss nur aufpassen, dass weder es mir zu schmal gerät, noch der Saum an den Seiten herunterzipfelt), und für die Stickerei am Halsausschnitt werde ich erstmal nur Vorder- und Rückenbahn zusammennähen, ohne weiter zuzuschneiden. Es wird sowieso immer recht viel Stoff sein, mit dem ich da hantiere, und ich möchte nicht, dass irgendetwas ausleiert oder sich verzieht. Ich plane, erstmal die geraden Linien auf Stramin zu sticken, und mir anschließend das Geranke auszudenken. Die Technik, Stramin auf den eigentlichen Stoff zu heften und dann aus der fertiggstellten Stickerei Faden für Faden herauszuziehen, habe ich als Mädchen gelernt, aber komischerweise noch in keinem Stickbuch gefunden – dabei ist das so praktisch! Jedenfalls habe ich vor, apropos Technik, mir endlich mal ein paar neue Stickstiche anzueignen, und darauf bin ich sehr gespannt!

Ich freu mich sehr! Vielen Dank für die schöne Idee an die Damen von Petersilie & Co.!

Und hier geht’s zu den anderen Stickerinnen.

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Rot!

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Als es vor eine paar Wochen plötzlich so schön warm wurde, bekam ich Sehnsucht nach mehr Kleidern – morgens einfach ein einziges Kleidungsstück überzuwerfen, ist eine meiner großen Sommerfreuden. Und eine Sommerfreude ist es auch wirklich geworden, denn es gefällt mir sehr:

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(Es war beim Fotografieren ziemlich windig, und auch auf der Puppe war das Kleid leider bemerkenswert schlecht zu fotografieren.)

Weil ich ja momentan fast nur aus dem Bestand nähe, fiel die Wahl auf eine mittelschwere Baumwolle, die auf der einen Seite so eine Art Atlasbindung hat, also etwas glänzt. Sie ist außerdem, wie man sieht, richtig rot, was ich sehr schön finde, mich aber trotzdem bisher davon abgehalten hat, sie zu vernähen. Ist schon etwas ungewohnt.

Weil es außerdem schnell gehen sollte, habe ich mich für den T-förmigen Basisschnitt entschieden, nach dem ich schon diverse Kleider genäht habe (zum Beispiel hier), obwohl mich der weite, formlose Rücken daran schon seit Längerem etwas stört – und mich auch diesmal wieder geärgert hat.

Erstmal ging es aber ganz gut voran, die Idee mit den weißen Stepplinien am Ausschnitt ließ sich einigermaßen ordentlich umsetzen und erfüllt auch ihren Zweck, das viele Rot ein bisschen zu beleben. Die Kombination rot-weiß hat außerdem immer so ein bisschen was Maritimes, was ich sehr mag. Den ersten längeren Hänger gab es dann bei den Falten. Die sollten diesmal nämlich eigentlich vorne seitlich liegen, aber nach Herumprobieren mit allen möglichen Varianten in Richtung und Lage sind sie am Ende doch wieder über den Hüften gelandet, das passt einfach am Besten zu meiner Figur. Dass die vordere Bahn nun beidseitig schon eingeschnitten war, war nicht so schlimm, denn diese Riegel waren sowieso eingeplant. Allerdings hätte der Winkel mehr Sinn gemacht, wäre direkt unterhalb die erste Falte aufgesprungen, wie ich mir das ursprünglich gedacht hatte.

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Die Rundung am Ausschnitt nochmal in Klein bei den Riegeln gut hinzukriegen, traute ich mir eigentlich nicht zu. Da halfen glücklicherweise Ermutigung und gute Ratschläge von Frau Kapeanlumi und Frau Tinesews: Ich habe die Kanten mit Heftgarn eingereiht und zusammengezogen und das Ganze über einer Pappschablone gebügelt. Leider sind sie beim Annähen wieder etwas aus der Form geraten, aber prinzipiell hat es gut funktioniert. Nicht so gut funktioniert hat das Freihand-Steppen mit der Maschine. Nachdem ich zig einzelne Stellen wieder aufgetrennt und neu gemacht habe, mit mäßig schönem Ergebnis, habe ich die Riegel dann doch nochmal neu zugeschnitten und gesteppt, diesmal mit Vorzeichnen, was – Überraschung! – viel besser ging. Ich habe außerdem beim zweiten Anlauf nicht die Kanten direkt umgelegt und mit festgesteppt, sondern erst nach dem Steppen umgebügelt, so konnte man die Ecken viel besser unterschlagen.

Und der dritte große Haken war dann, wie zu erwarten, der Rücken. Wenn man das ganze Kleid nicht so weit macht, dass es quasi berührungslos um einen herumhängt, staucht es sich am Rücken über dem Po, besonders bei etwas festerem Stoff (und wenn man, anders als meine Schneiderpuppe, überhaupt einen Po hat). Ich habe Verschiedenes ausprobiert – stärkere Rundung der Seitennähte, die klassischen zwei Rückenabnäher, zweimal zwei kleine halbe Abnäher, die nach oben aufspringen (das hätte bei leichterem Stoff, glaube ich, ganz gut funktionieren können), schließlich zwei senkrechte Abnäher ziemlich nah an an den Seitennähten.

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Sowas habe ich noch nirgends gesehen, aber es nimmt zumindest ein bisschen Weite aus dem Rücken. So wird es nun also bleiben. Und nächstes Mal versuche ich dann wirklich mal einen anderen Schnitt. Glaub ich.

Heute ist MeMadeMittwoch! Den findet Ihr hier.

Downton Abbey-Bluse, Die Zweite

 

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Meine Hände sind immer noch malade und Nähen ein vorsichtig zu dosierendes Vergnügen. Schon vor Längerem ist aber eine Bluse fertig geworden, die ich noch nicht gezeigt hatte, und zwar diese hier:

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Die hellblauen Teile gehörten ursprünglich zu einer Bluse, die ich vor ein paar Jahren für den Historical Sew Monthly genäht hatte, inspiriert von einer aus Isobel Crawleys Garderobe. Leider hatte ich sie falsch konstruiert, so dass sich die Ärmel nach vorne drehten und der Rücken Falten warf, und ich hab sie nur ein paar Mal getragen. Um die schöne Stickerei tat es mir dann aber doch leid, so dass ich die nun in eine neue Bluse hineingebastelt habe, die ihrerseits von einer inspiriert ist, die Lady Edith in einer späteren Staffel trägt:

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Wie man sieht, habe ich über verschiedene Designs nachgedacht und mich am Ende für ein möglichst einfaches entschieden, das allerdings die unteren Querstreifen beibehält. Im Original sieht es sehr danach aus, als seien die Rechtecke tatsächlich rundum eingesetzt, das habe ich mir aber angesichts der flutschigen Viskose nicht zugetraut und stattdessen zuerst den ganzen vorderen Streifen zusammengesetzt, um ihn dann in den Rest der Bluse einzufügen. Schon das war, wie man an den leicht schlingernden Nähten und Bügelfältchen sehen kann, eine Herausforderung. Die Ärmel sind vielleicht auch noch ein bisschen zu lang oder zu weit oder irgendwas … aber ob ich da nochmal rangehe, weiß ich noch nicht. Lieber freue ich mich darüber, dass ich seit dem ersten Versuch 2015 ganz schön viel dazugelernt habe!

Der Rock ist übrigens gekauft, aber irgendwann traue ich mich auch mal an Plissee-Stoff heran – so Zwanziger!

Und hier geht’s zum MeMadeMittwoch. Wie immer Danke an die Organisatorinnen und viel Spaß!

Es gibt kein schlechtes Wetter

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… nur falsche Kleidung!
In diesem Sinne habe ich mir ein Kleidungsstück genäht, das ich sehr schick finde, das sich allerdings praktisch erst noch bewähren muss. Mein erster Test im letzten Herbst hatte nämlich großes Herzeleid, langes Gegrübel und schließlich einige Anpassungen zur Folge. Seit einigen Wochen wartet es nun auf den nächsten Probelauf, bisher war es mir dafür aber zu kalt. Mit dem April kommt aber ganz sicher Gelegenheit, es zu tragen:
Ein Regencape, mit Hut.

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Leider finde ich die Modezeichnung nicht mehr, die mir als Inspiration gedient hat, ich glaube, sie kam aus einer der vielen Vobachschen Publikationen.

Als Schnittmuster hatte ich mich für Simplicity 7953 entschieden. Der Stoff kommt von Extremtextil und ist eine reine Baumwolle, die wunderbarerweise trotzdem quasi wasserdicht ist [beides: Markennennung, unbeauftragte Werbung]. Leider gab es sie nur noch in sehr gedeckten Farben – und eine kleine dunkelgraue Stoffprobe ist eindeutig etwas anderes als ein derart großflächiges Kleidungsstück, wie ich feststellen musste. Beim ersten An-die-Puppe-heften war ich entsetzt – das Ganze sah aus wie ein Nachtwächter aus dem 19. Jahrhundert (Oder auch Darth Vader. In unserem Esszimmer. Gruselig!). Stück für Stück wurde es aber besser. Trotzdem die natürlich ein Einfallstor für Nässe darstellen, habe ich dem Cape helle Steppnähte verpasst, die die Sache merklich belebt haben.

Zum Stoff ist zu sagen: Sehr ungewohnt! Er ist leicht aber steif, verzieht sich nicht, verzeiht aber auch nichts – ein kleine Beule ausbügeln oder dergleichen kann man da nicht. Und bei drei Stofflagen hat meine alte Singer gestreikt, ich konnte dann nur noch die Nadel über das Handrad mit Schwung in den Stoff hauen, was funktionierte, allerdings werden die Nähte auf diese Art nicht gerade gleichmäßig.

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Das Problem, so stellte sich nach dem ersten Probetragen heraus, war aber der Schnitt. Die beiden vorderen Bahnen sind oben zu breit, so dass ich nachträglich Abnäher an der Schulternaht eingefügt habe. Weiter unten sind sie dafür viel zu schmal und die Ärmelschlitze damit zu weit vorne. Das scheint nicht unüblich bei Capes zu sein, hat aber zur Folge, dass man die Arme nur nach vorne herausstrecken, aber nicht seitlich herunterhängen lassen kann, z.B. mit einer Tasche in der Hand. Die Breite reicht außerdem nicht für’s Fahrradfahren. Weder mit herausgestreckten Händen noch mit Händen unter dem Cape konnte ich mit beiden Händen den Lenker anfassen – und damit war das Ganze mehr oder weniger unbrauchbar für mich. Da der Stoff wirklich teuer war, war das ziemlich niederschmetternd.

Nach einigen Wochen und etwas gutem Zureden meiner lieben Nähfreundinnen habe ich mir das Cape dann aber doch nochmal vorgenommen und an Stelle der vorderen Schulterabnäher Keile aus dem Reststoff eingesetzt. Die haben bei genauem Hinsehen leider einen anderen Fadenlauf und wirken insgesamt etwas unmotiviert, ich wollte aber die schön gelungenen Ärmelöffnungen nicht wieder auftrennen. Und jedenfalls hat das Cape nun vorne genug Weite.
Und weil ich schonmal dabei war, und weil Ruth sagte, da gehöre ja nun wohl noch ein Hut dazu, habe ich aus dem Rest vom Rest noch einen genäht, nach bewährtem Schnitt.

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Und nun muss ich nur noch genug Gelassenheit entwickeln, Cape und Hut mit selbstverständlicher Haltung zu tragen und mir dabei nicht allzu nerdig vorzukommen.

Hier geht’s zum MeMadeMittwoch. Viel Spaß!

Sommerjäckchen Knit Along 2019

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Der MeMadeMittwoch hostet in diesem Jahr einen Sommerjäckchen Knit Along.
Finale ist am 26. Mai, und ich wäre sehr gerne dabei! Allerdings machen mir meine zimperlichen Handgelenke einen Strich durch die Rechnung. Die hab ich mir in der Bibliothek beim Bücherrücken kaputt gemacht, für die nächsten Wochen sind darum Stricken, Häkeln, Klöppeln und Co. verboten. Meh! Geplant hatte ich aber vorher schon was, das stelle ich mal vor, auch wenn ich nicht weiß, wann es fertig werden wird.

Dass ich mal eine Strickpause einlegen sollte, hatte sich schon länger angekündigt, darum dachte ich, es sei Zeit für etwas Neues, und habe ein bisschen mit Häkeln herumprobiert. Macht mir Spaß, allerdings bedurfte es einiger Überlegungen bei der konkreten Planung:
Zuerst mal hat man beim Häkeln in fast allen Mustern eine deutliche Betonung der Waagerechten, oft richtige Querrippen. Hübscher finde ich eigentlich eine Betonung der Vertikalen. Außerdem ist Gehäkeltes nicht so elastisch wie Gestricktes, das finde ich etwas ungewohnt – könnte allerdings auch ein Vorteil sein, denn schwerere Strickjacken ziehen sich ja manchmal ganz schön auseinander, etwas mehr Stabilität wäre also vielleicht gar nicht schlecht. Dann sind gehäkelte Muster oft durchbrochen, was für eine warme Jacke nicht das Richtige wäre. Geschlossene Muster werden aber schnell sehr fest und steif. Und schließlich besteht beim Häkeln, finde ich, immer die Gefahr, dass es trutschig wird.

Nichtsdestotrotz will ich mein Glück versuchen und eine warme Jacke häkeln – ein sommerliches Gegenstück zu meiner roten gefütterten Winter-Draußen-Strickjacke. So soll sie ungefähr aussehen:

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aus: Skinner, Flapper Era Fashions

Allerdings nicht so flauschig. Ich hatte noch zwei Knäuel und ein paar Reste rauchblauer Merinowolle (übrigens Reste der Vorgängerin der braunen Weste, die ich neulich gezeigt habe), die ich schon länger für eine warme Jacke verwenden wollte. Dazu passend habe ich graue Wolle gekauft (alles Bingo von Lana Grossa – Markennennung, unbeauftragte Werbung) und verschiedene Muster und Nadelstärken ausprobiert.

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Dann habe ich mich entschieden, eine Maschenprobe gemacht, gezählt und gerechnet und eine Anleitung geschrieben. Das Maschenbild ist aber so ungewohnt für mich, dass ich überhaupt nicht weiß, ob meine Zählung hinhaut, es wird also spannend, wenn ich wirklich loslegen kann.

Mich juckt’s in den Fingern, ich hoffe auf schnelle Genesung und freue mich derweil an dem, was die anderen Teilnehmerinnen bewerkstelligen! Viel Spaß allerseits!

Ein Kostüm

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Der Frühling scheint hier nicht unmittelbar vor der Tür zu stehen, und so hab ich noch ein bisschen Gelegenheit, mein neues Lieblingsdings zu tragen, bevor es zu warm wird: ein Kostüm aus Feinstrick.

Eigentlich sollte es nur eine schlichte Jacke werden, schnell genäht und hoffentlich ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem gut sitzenden Jackenschnitt. Ich habe ein bisschen mit dem Kragen rumprobiert:

Und weil ich die zweifarbige Variante nicht so überzeugend, die einfarbige aber ein bisschen langweilig fand, sollte sie in bisschen Stickerei bekommen:

Das ist dann allerdings etwas aus dem Ruder gelaufen (soviel zum Thema: schnell fertig). Es erinnerte mich aber an diese Ensemble, das ich seit Jahren kenne und immer wieder todschick finde:

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aus: Skinner, Flapper Era Fashions

Also habe ich noch einen Rock zur Jacke genäht, und so sieht das Ganze nun aus:

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Aus irgendeinem Grund bin ich, was das Sticken angeht, glücklicherweise frei von jeglichem Perfektionismus. Mehr stört mich, dass die Schulter- und Seitennähte zu weit außen liegen und die Jacke an mir dadurch etwas kastig wirkt, besonders wenn die Knöpfe geschlossen sind. Naja, so ist noch Luft nach oben für’s nächste Mal.

Insgesamt gefällt mir das Ensemble aber ausgezeichnet und wurde auch schon mehrfach getragen.

[Markennennung, unbeauftragte Werbung] Der Stoff ist ein Merino-Feinstrick von Anita Pavani – große Farbauswahl, schöne Qualität und superschnelle Lieferung. Die Schnitte für Jacke und Rock hab ich selber gemacht.

Nochmal Strick

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Für den Frühling und kühle Sommermorgende auf dem Fahrrad habe ich mir eine Weste gestrickt, die wurde nun fertig.

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Die Anregung kommt aus einem Heft aus den frühen Dreißigern (hier). Ich hatte die Weste vor ein paar Jahren schon einmal nach der Anleitung gestrickt, und damals passte sie auch prima. Seitdem habe ich aber an Bauch und Hüften etwas gewonnen und fand die Weste auch recht kurz, darum nun eine neue, längere und nicht ganz so taillierte Version. Die Armausschnitte vorne könnten etwas schöner geschwungen sein, dafür sind sie am Rücken so weit geraten, dass sie aufklafften und sich wellten. Nachdem ich meine Angst vor dem eingebauten Messer überwunden und die Schulternähte mit der Overlock noch ein Stück nach innen (oder unten) verlegt hatte, zieht sich nun alles etwas besser zurecht. Zwischen den drei Knöpfen klaffte es auch, da ich die Weste aber sowieso nicht offen tragen will, habe ich die Ränder einfach zusammengenäht. In Wahrheit ist es jetzt also ein Pullunder.
Die Knöpfe habe ich schon lange, die müssten auch aus den Dreißigern sein.

Zum MeMadeMittwoch trage ich das Ganze mit einem schon mal gezeigten Rock, das Oberteil ist gekauft und nur etwas umgeändert – nicht authentisch, aber vom Stil her ganz passend. Danke an Wiebke für die Bilder und einen sehr schönen Mittwoch allerseits!

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